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    <title>Schoerleins. Exzentrisch, berlinisch, kulturbegeistert</title>
    <link>https://www.kunstkatalyse.de</link>
    <description>Schoerleins – Kunstsinnaina, Sozioszenoferix und Co. – heißen Figuren, deren Gestalten Christine Oehrlein schuf. Sie leben in Berlin und sind aktive Teilnehmer*innen des Berliner Kulturlebens. Außerdem flanieren sie gerne durch die Stadt. Ihre Erlebnisse, Gespräche und Gedanken zeichnet Elke Scheler für Sie auf.</description>
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      <title>Schoerleins. Exzentrisch, berlinisch, kulturbegeistert</title>
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    <item>
      <title>Von kleinen Mooghs und happy Cyborgs</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/news"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/cymoogh_combi_neu.png"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         In der stillen Zeit des Lockdowns sind zwei Serien kurioser Gestalten entstanden: Der »kleine Moogh« und die »Happy Cyborgs«. Zunächst waren es nur Pixelwesen, die untätig in ihrem Datenspace herumlungerten – bis sie damit begannen, sich zu langweilen und sich auch ein wenig einsam fühlten. Nun wollten sie hinaus in eine andere, analoge Welt und baten mich ‒ ihre Schöpferin ‒ ihnen dabei zu helfen. Ehrlich gesagt: Zunächst wollte ich nicht so recht. Aber sie waren ziemlich penetrant, und so ließ ich mich schließlich erweichen. Papieraffin, wie ich bin, schlug ich ihnen vor, als Postkartenprints ihren virtuellen Status zu verlassen. Sofort waren sie dabei, sahen sie darin doch die Chance, in der analogen Welt neue Freunde zu gewinnen.
          
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
         Schnell eroberten sie sich ihre Fangemeinde: Der knuddlige Kleine Moogh in seinem Dauer-Nachdenk-Dialog mit sich selbst oder im Dialog mit dem vielgestaltigen Wesen, das auf ihn aufzupassen scheint – wer weiß das schon? Die Happy Cyborgs mit ihrem humanoiden Wesen und technischen Background ...
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
         Wenn Sie den analogen Freundeskreis des Kleinen Mooghs und der Happy Cyborgs noch erweitern wollen: Es gibt sie einzeln oder als hochwertiges Geschenkset mit zehn Motiven in ausgesuchten
         
                  &#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;a href="/news"&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
                        
            Geschäften*
           
                      &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  
                  
         oder online unter
         
                  &#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.ohoh.store" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           https://www.ohoh.store
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://www.ohoh.store"&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
         Natürlich freue ich mich auch auf Ihr Feedback zum Kleinen Moogh und den Happy Cyborgs (zumal sich mittlerweile auch noch andere Wesen auf meinem Bildschirm tummeln ...)!
         
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Ihre Christine Oehrlein
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 14 Sep 2020 16:02:11 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ti vedo, ti sento, mi perdo</title>
      <link>https://www.kunstkatalyse.de/ti-vedo-ti-sento-mi-perdo</link>
      <description>Sommerpause. Berlin schwitzt. Bella Harmonia möchte ihre Wohnung saugen. Doch plötzlich schweifen ihre Gedanken ab in Erinnerungen an ihren letzten Opernbesuch vor den Theaterferien: T vedo, ti sento, mi perdo, In attesa di Stradella von Salvatore Sciarrino ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  


	
	
	
	In attesa di Stradella von Salvatore Sciarrino



                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/Putzoper_01a.png" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      August 2018, Berlin im Hitzekoma. Bella Harmonia lässt beim frühmorgendlichen Hausputz ihren letzten Staatsoper-Besuch vor der Sommerpause Revue passieren … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Bella Harmonia:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (während sie lustlos und im Zeitlupentempo den Staubsauger aus der Abstellkammer holt und in ihr Arbeitszimmer schleppt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Komm schon, Bella, »think positive«, lass dich nicht runter ziehen von ein wenig Putzen, was sein muss, muss sein. Noch sind es ja nur 28 Grad in der Wohnung, die große Hitze kommt erst noch … Denk an deinen letzten Opernabend vor der Sommerpause, während du feudelst … Beziehungsweise saugst … Und danach … – kotz! – wischst! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (trällert nachäffend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     »Meister Proper putzt so sauber dass man sich drin spiegeln kann …« … »Der General, der General, der General ….« 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (stellt den Staubsauger kurz ab)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Typisch. Noch immer schinden sich überwiegend die Frauen mit der Putzarbeit ab. Aber in der Werbung werden seit Jahrzehnten Typen zu Putzhelden stilisiert … Was soll`s … Reg dich ab. Alles Peanuts angesichts von Trump, AFD und allseits heraufbeschworener Demokratiedämmerung … Vom Klimawandel gar nicht zu reden … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schleppt den Staubsauger weiter)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Denk an was Schönes, Bella ... »Oper« ist dein Stichwort, Bella, dein letzter Staatsopern-Besuch vor der Sommerpause … Mist. Wie war noch mal der Titel? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (setzt den Staubsauger ab, denkt kurz nach) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    »Ti vedo, ti sento, mi perdo … Dich sehen, dich spüren, mich verlieren ... In attesa di Stradella – Warten auf Stradella«. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schleppt den Staubsauger weiter) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dieser Stradella … War seinerzeit ein berühmter Komponist … Und sein abenteuerliches Leben hat eine ganze Reihe von Künstlern inspiriert, ihn selbst zum Gegenstand ihrer Werke zu machen. Auch Salvatore Sciarrino. Schöne Story: Ein Ensemble probt in der Barockzeit ein neues Stück von Stradella und wartet auf die Ankunft des Komponisten … Tja, Bella. Das wird dir nicht passieren, dass jemand eine Oper über dein Leben schreibt. Höchstes vielleicht: »Bellas und ihr Staubsauger« 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (mittlerweile im Arbeitszimmer angelangt, schließt sie den Staubsauger an die Steckdose an) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Vielleicht sollte ich mir einen Putzroboter anschaffen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (will den Staubsauger anwerfen, hält dann aber inne) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mein Ding ist die Musik von Sciarrino ja nicht, geht mir nicht ans Herz … Aber: Complimenti, Herr Flimm. Tolle Inszenierung … So viele Details … Schade, dass ich mich nur noch an wenige erinnern kann. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (setzt sich auf ihren Schreibtischstuhl, in der Hoffnung, damit ihre Erinnerung zu beflügeln) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Bühne auf der Bühne, die Proben für das neue Stück von Stradella, die spiellustigen Sänger*innen, die Ballettmädchen und -jungs … Das Sterntaler-Mädchen … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schließt die Augen und öffnet sie nach einer Weile wieder)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Mist. Kein Verlass auf meine grauen Zellen. Unbefriedigend, meine Erinnerungsbilder. Unscharf, aufgelöst, verschmiert, fragmentiert. Tja. Fotos im Programmheft würden jetzt weiterhelfen … Aber ich musste es ja in der U-Bahn liegen lassen … Und die Inszenierung noch mal anschaun geht nicht, ist schon abgespielt … Blöd. Ob ich auf der Homepage der Staatsoper wenigstens noch ein paar Inszenierungs-Fotos finde? Könnte mir bei dieser Gelegenheit im Webshop gleich noch ein paar Tickets für die nächste Saison besorgen. Ist doch eh viel zu heiß zum Putzen … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schleppt den Staubsauger in die Kammer zurück, setzt sich an ihren Schreibtisch und wirft ihren Computer an)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 14 Aug 2018 12:30:15 GMT</pubDate>
      <author>183:709705966 (Elke Scheler)</author>
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      <g-custom:tags type="string">Staatsoper,Flimm,Sciarrino,Spielzeit2018/19,Stradella</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Charlotte und Friedrich</title>
      <link>https://www.kunstkatalyse.de/charlotte-und-friedrich</link>
      <description>Ein neues Schoerlein: Zwei Nebelkrähen in der Nähe des Deutschen Theaters, Berlin</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Zwei Nebelkrähen am Deutschen Theater

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/Nebelkra_005.png" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Es ist ein sonniger Juniabend. Zwei Nebelkrähen, Charlotte und Friedrich, sitzen in der Krone eines Kastanienbaumes in der Schumannstraße und beobachten die Besucher*innen, die zum Deutschen Theater strömen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Friedrich: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (macht seine Stimme frei) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Kraaaah krah krah krah krah.
Kraha ha ha ha ha.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      
(plustert sich ein wenig auf und spreizt seine Flügel ab) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ka ktrömen kie 
kum keutschen Kheater …
Krähenbanausen. Kie keisten.
Kultur ka. Krähen … kein! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Charlotte: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Da masst aaf die Anfangsbachstaben achten.
Wenn da die Anfangsbachstaben immer mit einem »K« ersetzt, versteht dich kein Mensch. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Friedrich: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Knd ku kuf kas »u«. Ku kusst kuf kas »u« kchten. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Charlotte:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Anbedingt!

    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (den Sprachrhythmus mit Flügelschlägen unterstreichend) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Da strömen sie
zam deatschen Theater. Krähenbanaasen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Friedrich:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ks keißt keutsches Kheater. Knd Krähenbanausen … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Charlotte:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Krah?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (beleidigt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Sag ich doch … 
Krähenbanaasen. Die meisten.
Kaltar ja. Krähen nein.
Ach, diese Menschen.
Wie sie sich echaaffieren. Äber ans. Die Nebelkrähen 
... Abfallfresser Aasfresser Todesvögel.

Gehasst, gedaldet, geächtet.
weil den Berlinern so ähnlich 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix, auf dem Weg ins Deutsche Theater die Schumannstraße entlang kommend, blickt sich irritiert um. Augenblicklich halten die beiden Nebelkrähen den Schnabel. Verwundert schüttelt Sozioszenoferix den Kopf und läuft eilig weiter. Kra! ruft ihm Friedrich hinterher. Sozioszenoferix zuckt zusammen. Friedrich und Charlotte brechen in krächzendes Gelächter aus. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/b92f4f11-3bd1-4814-9e1c-d33b55de5d6c.png" length="10074" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 21 Jun 2018 12:36:27 GMT</pubDate>
      <author>183:709705966 (Elke Scheler)</author>
      <guid>https://www.kunstkatalyse.de/charlotte-und-friedrich</guid>
      <g-custom:tags type="string">Charlotte,Friedrlich,Nebelkrähen,Berlin,Deutsches_Theater,Sozioszenoferix</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/b92f4f11-3bd1-4814-9e1c-d33b55de5d6c.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nach dem Theatertreffen</title>
      <link>https://www.kunstkatalyse.de/nach-dem-theatertreffen</link>
      <description>Kunstsinnaina und Sozioszenoferix chillen an einem sommerlichen Maiabend in ihrer Berliner Parterre-Wohnung und plaudern über das Theatertreffen aneinander vorbei.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  ... ist vor den Autorentheatertagen

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/schoerleintextbild.png" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina und Sozioszenoferix chillen abends in ihrem Wohnzimmer, sie auf einer stylischen Liege, er auf dem neuen Sofa, das mittlerweile deutliche Katzengebrauchsspuren zeigt. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (pseudopathetisch deklamierend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Die Blütenblätter der Kastanien − sie sind abgefallen. Und welken auf dem Vorplatz des Festspielhauses dahin. Der letzte Vorhang des Theatertreffens − er ist gesunken. Es ist Ende Mai. Und alles vorbei.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (selbstironisch beifallheischend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Na, wie war ich? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (trocken) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich würde sagen: Auf schauspielerischer Ebene gleiches künstlerisches Niveau wie meine Hobby-Malerei. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (nun doch ein wenig beleidigt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Danke für die Blumen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (gut gelaunt
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ) Apropos Blumen … Meine Mal-Lehrerin findet mein Tulpenbild gar nicht so übel. Ich meine das Bild, von dem du wissen wolltest, ob ich damit Jackson-Pollock-mäßig meine Aggressionen abbauen wollte ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix sagt dazu nix. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (gönnerhaft) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Kann deine Post-Theatertreffen Melancholie ja verstehen. Entzugserscheinungen … Mir geht es nach Kunstmessen ähnlich. 
Da fällt mir ein … Ich fahre nun doch zur Art Basel … Kommst du mit? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix ignoriert ihre Frage. Kunstsinnaina seufzt, nimmt sich aus einem Schüsselchen auf ihrem Schoß eine Handvoll Rote Bete-Chips und stopft sie sich genussvoll in den Mund. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (mit Kaupausen)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Sollen angeblich auch nicht gesund sein, diese Dinger.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (leckt sich die Finger ab)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Aber: Schmecken vorzüglich!

    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (stichelnd)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Schade, dass deine irische Ex-Freundin zum Theatertreffen nicht kommen konnte. Wo du doch für »Rückkehr nach Reims« extra Karten für die englische Version genommen hattest. Nun, so hatte meine Wenigkeit die Ehre, dich auch bei diesem Theaterabend begleiten zu dürfen … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix greift nach der Fernbedienung und beginnt, sich durch die Kanäle zu zappen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ts. Wie der Ostermeier den Zuschauer*innen in seiner Ansage vor der Vorstellung die Kopfhörer für die Übertragung der deutschsprachigen Version geradezu aufgedrängt hat … Hatte was von »Hier animiert der Intendant persönlich«. Das war doch der Ostermeier, oder? Ich hab ihn ja eher noch aus seiner Jungspund-Zeit an der Baracke im Deutschen Theater in Erinnerung … Und wie nach seiner Ansage alle brav los getrabt sind, um sich einen Kopfhörer zu holen … Wir hatten uns ja schon welche besorgt. Vorsorglich. Wobei … Die Vorstellung, an den Stöpseln des Kopfhörers könnte das Ohrenschmalz eines fremden Menschen kleben … Eklig. Selbst wenn ich kein Wort verstanden hätte, hätte ich mich nicht überwinden können, das Ding aufzusetzen. Auch wenn es vermutlich frisch gereinigt war. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (mit Blick auf den Bildschirm) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Stopp! Lass mal … Könnte interessant sein. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Es läuft eine Arzt-Serie, die in den Alpen spielt. Gebannt verfolgt Kunstsinnaina das Geschehen. Bis sie bemerkt, dass Sozioszenoferix mit einem entgeisterten »Seit wann steht die auf sowas Seichtes«-Gesichtsausdruck in ihre Richtung schielt.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (hastig) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Schon gut … Kannst weiter suchen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Erleichtert zappt Sozioszenoferix weiter. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Weshalb haben sie »Rückkehr nach Reims« an der Schaubühne überhaupt in einer deutschen und in einer englischer Fassung eingerichtet? Obwohl das Werk von einem Franzosen stammt? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix brummt etwas Unverständliches. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Weißt du auch nicht, oder? Ich habe 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (ausgestellt französisch intonierend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Didier Eribons »Retour à Reims« übrigens im Original gelesen, schon vor Jahren, als wir in der Bretagne waren … Spannend, diese Aufarbeitung seiner Beziehung, oder besser – Nichtbeziehung – zu seinem Vater. Und seine soziologische Exkurse. Beängstigend scharf- und weitsichtig. Die Hoss – toll, wie die in der Inszenierung seinen Text rübergebracht hat. Und dann noch dieser Schlenker zu ihrem Vater … Wusste gar nicht, dass der Vater von der Hoss ein politischer Aktivist gewesen ist … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (gereizt) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nix Interessantes. Noch nicht einmal auf Arte. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Er feuert die Fernbedienung auf den Tisch. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (süffisant) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mach doch irgendsoein Bezahlsenderabo. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (grantig)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ganz bestimmt. 
(versonnen) Eigentlich habe ich sie immer beneidet. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (überrascht)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Die Nina Hoss? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nicht die Hoss. Ich meine diejenigen, die für eine Idee brennen. Wie die französischen Kommunisten, die in den Filmsequenzen der Inszenierung beim Demonstrieren zu sehen waren. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (trocken)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Und von denen, wie wir von Eribon gelernt haben, manche heute vermutlich den Front National wählen. Sofern sie noch leben … Kannst du morgen Brot kaufen?

Sozioszenoferix: Hm. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Paula springt auf den Schoss von Sozioszenoferix und schnurrt. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als ob sie uns daran erinnern wollte, morgen nicht nur Brot, sondern auch Katzenfutter zu kaufen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (katzennärrisch)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Na? Genauso verfressen wie Kunstsinnaina? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (während er Paula streichelt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ich frage mich ja immer noch, weshalb sich ein Teil der Zuschauer*innen bei »Die Welt im Rücken« dumm und dämlich gelacht hat. Wie es dem Thomas Melle wohl ergangen wäre, wenn er im Zuschauerraum gesessen und gehört hätte, wie die Leute vor Lachen grölten, während der Meyerhoff als Melle, also sozusagen als er selbst, von seinen manischen Schüben erzählte … Ob es ihn verletzt hätte. Oder gefreut? Vielleicht wäre es ihm einfach am Arsch vorbeigegangen. Au! Nicht kneten, Paula! Hut ab vor dem Meyerhoff! Wie der drei Stunden volle Pulle den Melle gespielt hat, mit Körper, Geist und Seele … Dieser Nürnberger Tatort-Kommissar, dieser Fabian Hinrichs, der die Laudatio auf den Gewinner des Alfred-Kerr-Darstellerpreises gehalten hat, auf den Benny … na, verdammt, ich habe mein Namensgedächtnis doch erst heute morgen beim Zähneputzen trainiert … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schnippt mit den Finger, Paula zuckt kurz zusammen)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Claessens … Für seine Rolle in »Der Königsweg«. Ich könnte mich dafür in den Allerwertesten beißen, dass mir diese Inszenierung durch die Lappen gegangen ist. Mal schauen, ob die noch mal gespielt wird am Schauspielhaus, dann fahre ich nach Hamburg. Hätte ich ja früher schon auf die Idee kommen können, wo ich doch ein Jelinek-Fan bin … Bestimmt hätte der … Hinrichs! dem Meyerhoff den Preis verliehen, wenn der nicht schon zu alt wäre, einen Nachwuchspreis zu erhalten. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (hämisch)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Tja, irgendwann sind alle Züge für Nachwuchspreise abgefahren. »Alle Toten fliegen hoch« von dem Meyerhoff hast du doch gelesen, oder? Das Buch von dem Thomas Melle, »Die Welt im Rücken«, das kaufe ich mir jedenfalls. Oder hast du es schon in der Thaerschen Buchhandlung bestellt? Du sagst ja gar nichts. Ina? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Paula dehnt sich genüsslich auf dem Schoß von Sozioszenoferix. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (zu Paula)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ist gegangen, unsere Ina. Komisch, dass ich nix davon bemerkt habe. Ts … Das mit dem »so verfressen wie du« hat sie mir wohl übel genommen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Paula mauzt, springt Sozioszenoferix vom Schoß und verschwindet durch die offene Balkontür in den Garten, der vor der Parterrewohnung liegt. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (konsterniert)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Weibliche Solidarität? Was soll`s. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Schnappt sich das Programmheft der Autorentheatertage und vertieft sich darin.


    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 27 May 2018 08:03:02 GMT</pubDate>
      <author>183:709705966 (Elke Scheler)</author>
      <guid>https://www.kunstkatalyse.de/nach-dem-theatertreffen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schoerlein,Theatertreffen,Autorentheatertage,Art_Basel,Kunstsinnaina,Sozioszenoferix</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Paula allein Zuhaus</title>
      <link>https://www.kunstkatalyse.de/paula-allein-zuhaus</link>
      <description>Ein neues Schoerlein: Wenn Kunstsinnaina und Sozioszenoferix Abend für Abend zu Vorstellungen gehen, die im Rahmen des Berliner Theatertreffens gezeigt werden, muss sich ihre Katze Paula irgendwie sinnvoll beschäftigen ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Weshalb die Katze von Sozioszenoferix und Kunstsinnaina unter dem Theatertreffen leidet

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/da240ce2-0d26-429c-9f00-cca02e929c0a.png" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Wie immer, wenn Sozioszenoferix und Kunstsinnaina
ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur nachgehen, bleibt Katze
Paula alleine in der Wohnung zurück. Was sie zwar gelegentlich sehr
reizvoll findet. Aber manchmal auch ein wenig langweilig. Vor allem
die Zeit des Theatertreffens ist für sie eine echte Herausforderung.
Denn obgleich Sozioszenoferix nur für wenige Vorstellungen Karten
ergattern konnte, steht er nun Abend für Abend an der Abendkasse für
Restkarten an, und Kunstsinnaina aus Solidarität (und weil es da
immer so interessante Typen zu sehen gibt) gleich mit. Da die beiden
beim Verlassen der Wohnung die Balkontür aus Angst vor Einbrechern
stets schließen und Paula nicht mal eben in den Garten gehen kann,
bleibt ihr gar nichts anderes übrig, als ihre Gedanken schweifen
lassen und sich eine sinnvolle Beschäftigung zu suchen, etwa das
neue, vor kurzem erst bei Geos Wohnen gekaufte Sofa dem
Abnutzungsgrad der restlichen Möbelstücke anzugleichen … 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Paula:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (auf dem weiß-gemusterten Sofa auf ihrer Katzendecke thronend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    
Wenn Theatertreffen ist, sind meine Chancen, mir nach Belieben
Streicheleinheiten abzuholen, ziemlich begrenzt. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (knüllt die
Katzendecke zu einem Knäuel zusammen, damit sie sich direkt auf das
Sofa legen kann
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ) Dann bin ich die meiste Zeit allein Zuhaus mit
meiner ach so süßen Gummimaus. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (verächtlich)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Gummimäuse …

    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (leckt sich die Pfoten) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als ob wir auf Gummimäuse stehen
würden. Ein lebendiges Mäuslein dagegen, oder, noch besser, ein kleines Rättlein –
das wäre natürlich was anderes ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (vollführt mit der
zusammengeknüllten Decke einen Schaukampf und stößt sie vom Sofa,
um sich anschließend auf den ungeschützten Polstern genüsslich
auszustrecken und mit den Krallen an der Musterung zu zupfen) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wenn
Theatertreffen ist, ist für mich geradezu Diät angesagt! Keine
Chance, Sozioszenoferix mal so zwischendurch vom Schreiben abzuhalten
und ihn davon zu überzeugen, mir ein Stück Leber zu braten …
Macht er zwar nur, wenn Kunstsinnaina nicht zu Hause ist. Damit er
heimlich ein Stück davon naschen kann … Von wegen Veganer …  Aber
immerhin … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (faucht)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Theatertreffen … Every year the
same procedure … Nach jeder Vorstellung das gleiche Ritual: Die
beiden kommen nach Hause, und Sozioszenoferix kriegt seine
Theaterkrise.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (gähnt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Welche Rolle Theater denn eigentlich in
unserer heutigen Gesellschaft noch spiele, wo doch unsere
Theaterlandschaft letztendlich in einem bürgerlichen
Selbstverständnis wurzele, das heute verschwunden sei … Obwohl:
Gestern Abend schlug er plötzlich ganz andere Töne an. Dass Theater
an und für sich wieder wichtig sei, ganz egal, was wie gespielt
werde. Weil es eine Art Gegengift gegen die sozialen Medien sei …
Weil es Direktkommunikation in Echtzeit böte statt virtuelle
Scheinkommunikationsrituale … Er war so vertieft, dass er noch
nicht einmal merkte, dass er mir die doppelte Portion Thunfisch
gegeben hat. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schnurrt behaglich).
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Vielleicht habe ich ja
heute Abend noch einmal so viel Glück … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (gähnt, schläft ein)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 16 May 2018 15:55:46 GMT</pubDate>
      <author>183:709705966 (Elke Scheler)</author>
      <guid>https://www.kunstkatalyse.de/paula-allein-zuhaus</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kein Faust</title>
      <link>https://www.kunstkatalyse.de/kein-faust</link>
      <description>Kunstsinnaina und Sozioszenoferix gehen an einem sonnigen Maitag in einem Berliner Park spazieren und unterhalten sich über die Präsentation von Castorfs Faust-Inszenierung beim Berliner Theatertreffen</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Weshalb Sozioszenoferix Castorfs Faust-Inszenierung boykottiert

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/43496376-b443-4df2-a82e-e77d9994e285.jpg" alt="Steckbrief Sozioszenoferix: Abbildung und eine kurze Beschreibung dazu" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Während Kunstsinnaina und Sozioszenoferix an einem sommerlichen Maitag durch den von Sonnenanbeter*innen, Läufer*innen, Säufer*innen, Spaziergänger*innen, Hunden und Kaninchen überfluteten Wilmersdorfer Volkspark samt angrenzendem Schöneberger Rudolph-Wilde-Park flanieren und dabei geschickt den Picknickabfällen ausweichen ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mal ganz abgesehen von der Kartenfrage … Warum wolltest du dir eigentlich den Castorf-Faust nicht anschauen?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix zieht eine Flappe und schweigt. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (zeigt auf den Brunnen »Goldener Hirsch«) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ah, wie schön, hat wieder Wasser … Ich liebe diese Fontäne. Versetzt mich in Sommerstimmung. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (übellaunig)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Lass uns über den Rasen laufen. Bestimmt spielen sie vor dem Brunnen wieder Boule, und ich habe keine Lust, von einem Ball getroffen zu werden ...
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnainia: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (gleichmütig) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Von mir aus ... Heißt übrigens »Kugel«, nicht Ball ... Boule-Kugel. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (süffisant)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Schlecht gelaunt? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sie laufen schweigend nebeneinander her.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnainia:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Noch mal zurück zum Faust ... Du hast doch sicher die euphorische Kritik in der Süddeutschen Zeitung gelesen, oder? Also ich muss sagen: Dass du dir diese Inszenierung entgehen hast lassen, wundert mich wirklich. Du warst doch früher mal ein glühender Castorf-Verehrer. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Glühend? Naja. Leidernschaft ist nicht meine Sache. Aber stimmt. Hat mich beeindruckt, der Typ. Früher. Seine Emilia Galotti ... Quatsch, ich meine natürlich seine Miss Sara Sampson-Inszenierung beim Theatertreffen ... 1989? Oder doch erst nach dem Mauerfall? Ts ... Mein Gedächtnis ... Egal. Jedenfalls mit der Rieger … Die gesamte bürgerliche Schauspieltradition dadaistisch zertrümmert. Ich war fasziniert damals! Vorsicht, pass auf, ein Hundehaufen. Aber dann. Castorf wurde berühmt, Intendant der Volksbühne, und die Castorfglorifizierungsbewegung begann. Das Zertrümmern wurde Routine. Ich habe übrigens noch Originalstreichholzschachteln mit dem Rad der Volksbühne. Ein Volksbühnen-Give-away … Ha! Klassische Vermarktungspraktiken selbst an diesem ach so kapitalismuskritischen Ort. Irgendwann haben mich seine Inszenierungen nicht mehr berührt, auch wenn die Schauspieler ...
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    …

und Schauspielerinnen … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    … und Schauspielerinnen sich die Seele aus dem Leib gespielt haben. Schau mal, auf der Bank dort sind noch zwei Plätze frei!
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sie laufen zielstrebig zur Bank, kommen einem anderen Paar, das ebenfalls auf die Bank zusteuerte, gerade noch zuvor und setzen sich.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Uff. Diese Hitze! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ein Dogge-Schäferhund-Boxer-Mischling springt auf Sozioszenoferix zu und beschnuppert ihn neugierig.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (genervt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Nein, ich will nicht spielen, du Hund! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Der Hund rennt weg.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Igitt, ich glaube, der hat meinen Fuß vollgesabbert. Hast du ein Taschentuch?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina wühlt in ihrem Rucksack nach einem Taschentuch und gibt es ihm.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (während er den Hunde-Sabber abputzt)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Dieser Castorf-Kult nach der Nominierung von diesem Dercon … der hat mir dann den Rest gegeben. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (während sie interessiert einem reich tätowierten jungen Mann hinterherblickt, der an ihrer Bank vorbeigelaufen ist) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hat aber doch nix mit Castorfs Inszenierungen zu tun.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Stimmt. Trotzdem. Die kleinkarierte Art, wie sie diesen Typen fertig gemacht haben – die fand ich echt zum Kotzen! Und dass sie die Inszenierung beim Theatertreffen noch nicht mal in der Volksbühne gezeigt haben, nur weil es Castorfs Volksbühnen-Abschiedsproduktion war und er das nicht wollte – kindisch finde ich das! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber ein wenig wurmt es dich jetzt doch, dass du die Inszenierung nicht gesehen hast, oder?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix brummt etwas Unverständliches in sich hinein. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/9e70d38c-dc90-4871-8369-eeb5b262655f.jpg" length="50332" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 10 May 2018 09:09:51 GMT</pubDate>
      <author>183:709705966 (Elke Scheler)</author>
      <guid>https://www.kunstkatalyse.de/kein-faust</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kunstsinnaina,Sozioszenoferix,Castorf,Theatertreffen,Volkspark</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/9e70d38c-dc90-4871-8369-eeb5b262655f.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Heute in die Berlinische Galerie!</title>
      <link>https://www.kunstkatalyse.de/heute-in-die-berlinische-galerie</link>
      <description>Schoerleins lieben Kultur. Kunstsinnaina, die Kunstliebhaberin, und Sozioszenoferix, der Theaterfan kabbeln sich am Frühstückstisch über ihr wochenendliches Kulturprogramm. Kunstsinnaina wirbt für einen Besuch der Ausstellung "Lot`s of pictures, lot`s of fun" von Eduardo Paolozzi. Sie ist bereits bei der Eröffnung gewesen und fand nicht nur die Ausstellung toll ...</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Weshalb Kunstsinnaina noch mal in die Paolozzi-Ausstellung gehen möchte 

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/1a99878fbbf84d8d989c897288bfd58c/dms3rep/multi/BG_Paolozzi.jpg" alt="Abbildung: Collage. Kunstsinnaina (Gestaltung: Christine Oehrlein) auf der Einladungskarte der Berlinischen Galerie zur Paolozzi-Sonderausstellung fotografiert von Elke Scheler. Mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie." title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Wochenende. Sozioszenoferix und Kunstsinnaina sitzen gemeinsam am Frühstückstisch. Während sie vegane Frühstücksbrötchen mit Gemüseaufstrich mampfen und fair gehandelten Kaffee schlürfen, dessen Bohnen Sozioszenoferix in einem angesagten Kaffeeladen im Rahmen eines Röstworkshops persönlich geröstet hat ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Gehen wir heute in die Berlinische Galerie? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (abwesend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Was gibt es denn? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Eduardo Paolozzi ... »LOTS OF PICTURES − LOTS OF FUN«. Solltest du dir nicht entgehen lassen. Der Titel hält, was er verspricht. Ich war ja schon bei der Eröffnung, will mir die Ausstellung aber unbedingt noch mal anschauen. Sie läuft allerdings nicht mehr lange, nur noch bis zum ... bis zum ... Moment! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Steht auf und schlurft ins Nebenzimmer, um schließlich triumphierend mit der Einladungskarte in der Hand zurückzukommen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     ... bis zum 28. Mai ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sie setzt sich wieder an den Frühstückstisch.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      
Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Zeig mal ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Nimmt Kunstsinnaina die Einladungskarte aus der Hand. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (alarmiert)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Pass auf mit deinen schmierigen Bärlauchpestofingern … 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (liest theatralisch übertreibend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     »Eduardo Paolozzi« ... Italiener, oder? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Jein. Sohn von Italienern, die nach Schottland ausgewandert sind ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ach ja, ich erinnere mich. Habe erst vor kurzem einen Artikel über ihn gelesen. Darin ging es um ein Wandgemälde, das er Ende der 70er Jahre an eine Häuserwand in der Kurfürstenstraße gepinselt hat. Ein riesiges Schwarz-Weiß-Gemälde, das aus Maschinenteilen besteht. Das Werk war lange von der Berliner Volksbank verdeckt. Typisch Berliner Baupolitik. Erst Kunst am Bau genehmigen, dann zubauen lassen. Naja. Nu haben sie den Kasten abgerissen. Im März, soweit ich weiß. Und: Das Werk ist wieder aufgetaucht. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Echt? Hab ich gar nicht mitgekriegt! Müssen wir unbedingt mal vorbeigehen, bevor sie wieder ein neues Gebäude hochziehen ... Mit dem 148er kommen wir da doch ganz gut hin, oder? Das Gemälde wird übrigens auch in der Ausstellung in der Berlinischen Galerie gezeigt ... In einer Miniaturausgabe. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Da die Fassade mit dem Original gut und gerne 1000 Quadratmeter misst, könnten sie es in der Berlinischen Galerie wohl kaum in Originalgröße abbilden ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina setzt ihre »Was bist du nur für ein Klugscheißer-Miene« auf und beißt herzhaft in ihr Brötchen. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (kauend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     In Originalgröße wohl kaum. Aber weißt du überhaupt, was die Berlinische in der Jakobstraße raumtechnisch für tolle Möglichkeiten hat? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (verschluckt sich an einem Krümel und hustet).
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Pardon. Zum Beispiel einen gigantisch hohen Ausstellungsraum. Schenkst du mir bitte Kaffee nach? Danke.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (trinkt) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als ich bei der Paolozzi-Eröffnung war, hab ich mir dort eine Rauminstallation von Monica Bonvicini angeguckt. 3000 und irgendwas m³ − so genau weiß ich die Zahl nicht mehr − versus 0,05 m³ oder so ähnlich lautete der Titel. Eine Art Riesen-Pinsel-Pendel. Sehr eindrucksvoll. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Klingt spannend. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnanina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ist spannend. Beziehungsweise: War. Haben sie zwischenzeitlich wieder abgebaut. Hast du was verpasst. Tja, wärst du zur Paolozzi-Eröffnung mitgekommen ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (während er in seiner Zeitung blättert)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Konnte leider nicht. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ts! Du wolltest nicht, weil du unbedingt das neue Stück von Katharina Schlender zu Ende lesen wolltest. Sag mal, wann warst du eigentlich überhaupt das letzte Mal in der Berlinischen Galerie ... Als sie ihren Standort noch in der Budapester Straße hatte? Kennst du überhaupt ihre aktuelle Sammlungspräsentation? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hm. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Die zeigen zum Beispiel Werke von Hannah Höch! Eine meiner Lieblingskünstlerinnen … Bei jeder Ausstellungseröffnung statte ich ihren Bildern einen kurzen Besuch ab, wenn ich mit der neuen Sonderausstellung durch bin. (
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      betont beiläufig)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ach. Da fällt mir ein. Hab ich dir schon von dem Typen erzählt, mit dem ich bei der Paolozzi-Eröffnung ins Gespräch gekommen bin? Bei Paolozzis Hundeskulptur? Über Kunst und Kitsch ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix blickt von seiner Zeitung auf und wirft Kunstsinnaina einen misstrauischen Blick zu. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    War das der Kerl, mit dem du anschließend bei der Eröffnungsfete getanzt und gesoffen hast?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (frotzelnd)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Pogo getanzt und Paolozzi-Craft-Beer gesoffen, wenn ich mich richtig an deine Erzählungen erinnere! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (hämisch)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Am nächsten Tag hattest du dann einen doppelten Kater. Muskeln und Kopf! 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Die schwarze Katze, die bisher auf einem Stuhl zusammengerollt zu schlafen schien, hebt kurz den Kopf und blickt Kunstsinnaina mit ihren unergründlichen Katzenaugen lange an. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (lauernd)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Ist dein Pogotänzer eigentlich der Typ, mit dem du neuerdings dauernd Nachrichten austauscht?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Was heißt hier dauernd. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Vorhin zum Beispiel, als ich den Kaffee gekocht habe? Da hast du doch schon wieder an deinem Gerät rumgefingert. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Schmeckt übrigens gut, dein Kaffee. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Danke. Extra säurearm, mit nussiger Note. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Die Katze maunzt.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (zur Katze)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Du kriegst keinen Kaffee. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (zu Kunstsinnaina)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Erst wolltest du dir kein Smartphone anschaffen, und jetzt hängst du dauernd dran.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (schnippisch) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Um von unterwegs online Karten für das Theatertreffen zu kaufen, war es doch ganz praktisch, oder? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (bedauernd) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Schade, dass es nicht für alle Vorstellungen geklappt hat, weil der Server überlastet war ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (seufzend)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Manchmal trauere ich den Zeiten hinterher, als ich mich noch in Listen eintragen und frühmorgens am Vorverkaufstag in der Schlange stehen musste ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      
Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (trocken)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Damals hast du dich allerdings dauernd über diese »Mafiamethoden« beschwert. Und bis du an der Reihe warst, waren die meisten Vorstellungen trotzdem schon ausverkauft. Kommst du jetzt mit in die Berlinische Galerie oder nicht? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix: 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Bevor du dich dort mit deinem »Ausstellungseröffnungsschatten« verabredest ... 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Kunstsinnaina:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (perplex)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
     »Ausstellungseröffnungsschatten«? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Sozioszenoferix:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (herausplatzend) 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ist der Typ eigentlich jünger als ich?



















  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 09 May 2018 16:27:38 GMT</pubDate>
      <author>183:709705966 (Elke Scheler)</author>
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